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Chinesischer Kochkurs in Peking

Die chinesische Küche nimmt im Leben eines Chinesen einen sehr großen Stellenwert ein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das kulinarische Angebot in Peking einfach gigantisch und die Vielfalt beeindruckend ist. Peking bietet Unmengen an unterschiedlichsten Restaurants und Straßenständen mit Fleischspießen, gebratenen Tofu oder frischem Obst. Bei jeder noch so kleinen Gelegenheit ist für das leibliche Wohl gesorgt und es  ist fast unmöglich bei all den Leckereien nicht zuzugreifen. Kein Wunder, dass uns unsere Küche zu Hause nicht sehr vertraut ist und wir sie eigentlich nur beim morgendlichen Müsli machen betreten. Denn auch wir gehen entweder in eins der vielen Restaurants in der Nachbarschaft, bestellen bei einem der unzähligen Lieferdienste oder lassen uns bequem von unserer Ayi bekochen.

Chinesisches Essen ist aber auch einfach lecker! Mit dem Essen in deutschen China-Restaurants hat es allerdings nur sehr wenig zu tun. Jede Provinz hat ihre ganz eigenen Spezialitäten: Während man im Süden scharf ist (z.B. den legendären HotPot aus der Sichuan Provinz) und auf Reis setzt, mag man im Norden lieber Nudeln oder z.B. die gute alte Peking Ente. Auch gibt es nicht das eine Gericht, das man für sich alleine bestellt. Nein, hier wird geteilt. Es werden immer mehrere verschiedene Köstlichkeiten bestellt und in der Tischmitte platziert. Hier kann sich dann jeder bedienen und alle essen gemeinsam. Eine Sache, die uns sehr gut gefällt.

Zurück an den Herd

Nach über 6 Monaten in China habe ich dann aber doch gemerkt, dass mir das Kochen fehlt. Das tue ich ja sehr gerne und am Liebsten rufe ich mir dann meine Reisen durch mitgebrachte Rezepte wieder in Erinnerung. Die chinesische Küche war mir aber bisher ein Rätsel. Das China-Fünf-Gewürz mit dem in Deutschland gern hantiert wird, habe ich hier noch nirgends gesehen und im Supermarkt sind mir immer noch viele Dinge unschlüssig. Allerhöchste Eisenbahn also einen Kochkurs zu machen und das am Besten gleich inklusive einer Einkaufsberatung.

Eine lokale Shopping-Tour

In den Hutongs, den ursprünglichen Häusersiedlungen aus früheren Zeiten, haben wir auch schnell eine Kochschule gefunden, die uns traditionelle Gerichte aus Peking beibringt und vorher mit uns die Zutaten auf einem lokalen Markt einkaufen geht. Was mir auffällt ist, dass  viele Dinge einfach größer sind als in Deutschland oder sogar andere Formen haben. Einiges kennen wir auch einfach nicht. Bohnen die wie Peitschen aussehen, Wurzeln von was-weiss-ich-was Sträuchern und auch Eier von Tieren, die nicht Huhn oder Wachtel heißen. Zum Schmunzeln bringen mich auch immer wieder die klassischen Hühnerfüße oder Entenhälse, die hier also normaler Snack gereicht werden und natürlich der Schlachter deines Vertrauens im Angebot hat. Nachdem uns unser Koch geduldig alles gezeigt, erklärt und beantwortet hat, schlendern wir zurück in seine Hinterhof-Küche und wappnen uns mit Messer und Schürze.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Er lässt uns nach seiner Anleitung Gemüse schnippeln, Fleisch zerkleinern, Marinaden anrühren und alles später im Wok braten. Natürlich gibt es auch ein paar Aha-Effekte. Zum Beispiel lernen wir ein schnelles Chiliöl auf der Gasflamme zuzubereiten oder auch, dass man das stärkehaltige Wasser, mit dem die Ente aufgekocht wurde, aufgrund des bitteren Geschmackes wegschüttet. Na ja, der Koch wird es wissen.

Wir kochen Entenschlegel, marinierte Aubergine, Hühnchen auf die Peking Art und einen Gurkensalat mit viel, viel Knoblauch. Schnell wird klar, dass ohne Ingwer, Knoblauch und diversen Sojasoßen nichts geht und die wesentlichen Zutaten auf gar keinen Fall fehlen dürfen. Unsere vier Gerichte waren sehr lecker und wir werden sie sicher bald nachkochen!

Hier die leckeren Rezepte:

Jiang Bao Chicken

  • 150 g Hühnchen, in 1,5 cm Würfel geschnitten
  • 10 Scheibchen Ingwer
  • 2-3 Frühlingszwiebeln (nur der weiße Teil)
  • Marinade: Salz, 1 TL Weisswein, 0,5 TL helle Sojasoße, 2 TL Maisstärke,            2 TL Wasser
  • Sauce: 1,5 EL Tian mian jiang Sauce (Sweet flour sauce), 1/3 TL dunkle Sojasoße, 1 TL Zucker, 0,5 TL Stärke, 3 EL Wasser

Ente auf die Pekinger Art

  • 1000g Ente (am besten 4 Schlegel)
  • 10 Scheibchen Ingwer
  • 2-3 Frühlingszwiebeln (nur der weiße Teil)
  • 1 Stück Sternanis
  • 2 Stangen Zimt
  • 4 Lorbeerblätter
  • 0,5 TL Sichuan Pfeffer
  • 0,5 Stück Kardamom
  • 1/4 Schale einer Orange
  • 4 EL helle Sojasoße
  • 1,5 EL dunkle Sojasoße
  • 30-50g Zucker

Geschmorte Aubergine

  • 180g Aubergine
  • 1/3 TL Ingwer
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/4 TL Salz
  • 1 TL helle Sojasoße
  • 1/3 TL dunkle Sojasoße
  • 2,5 TL Zucker
  • 1 TL dunkler Essig
  • 5 EL Wasser

Gurkensalat mit Knoblauchsoße

  • 250g Salatgurke
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Bund Koriander
  • 2 Stück getrocknete Chili (ohne Kerne)
  • 1/3 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 TL helle Sojasoße
  • 1/2 TL dunkler Essig
  • 1 EL Öl

 

Beijing Cooking School

No. 35 DengCao Hutong, DongSi South Street, 
Dongcheng District, Beijing
+86 10 8401 4788
www.beijingcookingschool.com

 

Abenteuer Fernost

Eigentlich begann unser Abenteuer Fernost schon Anfang des Jahres, aber es dauerte dann eben doch ein Weilchen bis wir uns eingefunden hatten. Gar nicht mal deshalb, weil China so unbekannt und neu war (das war es ja für uns gar nicht), eher weil es viel zu organisieren und zu regeln gab. Weiterlesen

Fotomarathon Stuttgart 2016

Ich seh was, was du nicht siehst…. und knipse es!

Knipse was das Zeug hält!

Darum ging es letzten Endes beim Fotomarathon 2016 in Stuttgart: Knipse das geeignete Motiv. 120 Teilnehmer ziehen 6 Stunden lang durch die Stadt und lichten ab was vor die Linse kommt.  Auf die Veranstaltung bin ich eines Tages eher zufällig gestoßen und fand die Idee auf Anhieb klasse. Weiterlesen

Street Art in Buenos Aires

Früher war für mich alles das Gleiche: Graffiti, Sprayerei, Street Art, Tags,… Verbunden haben ich das Ganze auch eher mit Vandalismus und jugendlichen Leichtsinn als mit echter Kunst. Mittlerweile habe ich meine Meinung weitgehend geändert und kann zwischen Schmierereien und der echten Straßenkunst unterscheiden. Interessant finde ich dabei, dass diese bunten Malereien auch quasi ein Spiegel der Gesellschaft sind. Eine Botschaft oder ein Gefühl – nur eben in Form von Bildern, mit denen der Künstler etwas ausdrücken will! Weiterlesen

Fernweh – die Sucht nach der Fremde

Auf ihrem wunderbaren Blog Travelography veranstalten Carina und Christian gerade eine Blogparade zum Thema „Was bedeutet Reisen für dich?“. Das nahm ich zum Anlass einen Artikel rauszukramen, den ich geschrieben habe als mich wieder einmal extremes Fernweh plagte…

Fernweh – ein Krankheitsbild?

Das Gefühl von Fernweh ist eigentlich ganz leicht zu beschreiben. Fernweh gilt als die menschliche Sehnsucht, vertraute Verhältnisse zu verlassen und sich die weite Welt zu erschließen (zumindest bei Wikipedia). Die Folge daraus ist bei mir ganz klar Miesepetrigkeit und manchmal vielleicht auch leichte Verzweiflung. Im letzten Jahr gab es solch eine Phase. Aufgrund von blöden Umständen war es mir eine Zeit lang unmöglich irgendwelche Trips zu planen. Ideen hatte ich genug und ausgereifte Pläne existieren schon für die nächsten zehn Jahre in meinem Kopf, aber ich musste mich damals gedulden und somit böses Fernweh ertragen. Wie sagte es mein verständnisvoller Freund doch gleich: „Die Situation keinen Urlaub planen zu können gepaart mit der Aussicht auch beruflich keine längeren Reisen zumachen, muss für dich echt schwer sein und macht dich gerade ganz hibbelig“. Oh ja, da traf er den Nagel auf den Kopf! Aber was ist das überhaupt für ein Gefühl, dieses Fernweh haben? Es ist ja nicht so, dass es mir zu Hause nicht gefällt und ich am Liebsten nur abhauen würde. Gar nicht! Ich komme gerne nach Hause zurück und freue mich immer meine Freunde zu sehen und in meiner wunderschönen Wohnung auf meinem kuschligen Sofa Zeit zu verbringen. Aber ab und an, ok ok, bei mir vielleicht eher ziemlich oft, schleicht sich dann wieder dieses Gefühl ein. Ein Drang, die mir noch unbekannten Orte und Plätze dieser Welt zu entdecken und Licht in die, in vielen Teilen noch schwarze Landkarte zu bringen. Und da ist noch viel schwarz… zumindest stellt sich für mich immer wieder die Frage, ob ich das wohl noch alles in meinem Leben schaffe? Natürlich muss ich dabei auch schmunzeln. Mir ist bewusst, dass das für Andere verrückt und amüsant klingen mag, aber so ist das nun mal mit mir und der Reiserei. Doch woher das kommt mit dem fiesen Fernweh ist die Frage. Vielleicht haben mich meine Eltern in meiner Kindheit in das kalte „Fremde Länder“ Wasser geschubst als sie mir als kleines Mädchen die Welt zeigen wollten, vielleicht habe ich durch meine Auslandsaufenthalte während meines Studiums dann so richtig schwimmen gelernt und bin plötzlich süchtig geworden nach dem Eintauchen in fremde Welten und Kulturen. Vermutlich war es so oder so ähnlich. Feststellen lässt sich das wohl nicht mehr so richtig. Ganz sicher aber wird diese Sucht auch nicht so schnell aufhören. Wie auch? Es gibt so viele Länder auf dieser Welt und falls man diese jemals alle besucht haben sollte, gibt es noch unendlich viele Regionen, Städte und Flecken zu entdecken, die noch sehenswert sind. Das also dieses ausgeprägte Gefühl von Fernweh jemals besser wird, kann ich zumindest für mich ausschließen.

Fremd und möglichst weit weg

Und was ist es nun, das die Sehnsucht nach der Ferne so groß werden lässt? Woanders ist doch alles fremd, unbekannt und anders! Und genau das ist es doch worum es geht! Fremd, unbekannt, anders… ist nicht gerade das die Herausforderung und zugleich eine unendliche Bereicherung? Für mich ist es das. In eine Welt einzutauchen, die so komplett anders ist wie mein alltägliches Leben zu Hause, ist für mich mental die größte Erholung. Weit weg zu sein, sich in fremden Kulturen treiben zu lassen und den Alltag, das Büro oder andere kleine Sorgen einfach auszublenden ist nahezu genial. Umso exotischer desto besser! Aber es ist nicht nur die Flucht aus dem Gewohnten, die zugegebenermaßen an manchen Tagen eine sein mag, nein, es ist auch die Suche nach Neuem. Mit Menschen aus aller Welt zu sprechen und sich auszutauschen, andere Bräuche und Sitten kennenzulernen und in anderer Leute Kochtöpfe zu gucken, ist für mich ungeheuer inspirierend. Ist es nicht wunderbar, sich aus allen Ländern der Erde das Beste herauspicken zu können? Überall ist es anders, jeder Ort birgt etwas Neues, Aufregendes in sich und die Erfahrungen die man macht, kann einen keiner mehr nehmen. Die gehören einem ganz allein! Und die machen neugierig. Neugierig auf das, was es da draußen wohl noch so alles geben mag. Den eigenen Horizont zu erweitern, andere Denkweisen schätzen zu lernen und so viel Positives für einen selbst mitzunehmen, sind doch vielleicht Gründe für diese Reisesucht. Der Reisesucht, die dieses ungeheuerliche Fernweh auslöst. Die Sucht nach Ferne, der Weite und auch Freiheit…

Happy Traveling!

Andrea

Warmer Bratapfel mit viel Zimt

Es war dieses Jahr für mich gefühlt eine besonders kurze Weihnachtszeit. Zum einen diese frühlingshaften Temperaturen bei denen der Glühwein so überhaupt nicht schmecken wollte   zum anderen war doch einiges los und zu erledigen, so dass wir gar nicht so recht zur Ruhe kamen. Deshalb freuen wir uns jetzt um so mehr auf die Feiertage mit Freunden & Familie.

Der Bratapfel auf dem Foto ließ uns zumindest für einen Moment den Trubel vergessen. Warm mit viel Zimt und leckeren Mandeln….hmmmm

Rezept nach Gefühl:

Gehackte Mandeln, brauner Zucker, Butter, Äpfel und ganz viel Zimt 🙂

Einfach die Äpfel schälen und das Innere mit einem Kernausstecher entfernen. Die Butter zerlassen und die Äpfel damit bestreichen. Zucker, Zimt und Mandeln vermengen und die Äpfel darin wenden, so dass ein durchgängiger Mantel entsteht. Die Äpfel dann in eine Auflaufform stellen und mit dem Rest der leckeren Zucker-Zimt-Mandel-Masse die Äpfel füllen. Zum Schluss eine kleine Zimtstange mit einstecken und bei 180 °C etwa 45 min garen.

Und währenddessen, den wunderbaren, weihnachtlichen Duft zu Hause genießen!

Wunderschöne Weihnachten und besinnliche Feiertage wünsche ich euch! Merry Christmas! 

Eure Andrea

Vancouver’s World’s Best Food Truck Tour

Genau so und nicht weniger bescheiden nannte sich die Tour, die ich mir für einen Mittwochmittag im Juli gebucht hatte. Die auffällig bunten Trucks, vor denen sich nicht selten eine ewig lange Schlange bildet, fielen mir schon nach meiner Ankunft in Vancouver ins Auge. Also war es Zeit herauszufinden, was es damit auf sich hat! Natürlich hätte ich auch einfach jeden Tag einen anderen Wagen ausprobieren können, aber um ein bisschen unter Leute zu kommen während mein Freund arbeiten musste (ich hatte ihn spontan auf seiner Geschäftsreise begleitet) und ein paar Hintergrundinformationen zu bekommen, war das keine schlechte Idee Weiterlesen

Auf Safari in Südafrika!

Ein wundervolles Wochenende verbrachte ich im August im südafrikanischem Busch. Und was bot sich da nicht besser an als eine tolle Lodge im Pilanesberg Game Reserve (ca. 150 km nordwestliche von Johannesburg) zu beziehen und auf Safari zu gehen? Anfangs war ich etwas skeptisch dem Supersommer in Deutschland den Rücken zu kehren und in den trockenen Winter nach Südafrika zu fliegen, doch am Ende war ich mir den Vorteilen durchaus bewusst. Die Trockenheit und die dadurch nur wenigen Wasserlöcher im Nationalpark sorgten dafür, dass ich eine solche Vielzahl an tollen Tieren sehen durfte! Hippos, Nashörner, Zebras, Giraffen, Elefanten und und und kamen sehr verlässlich zum Trinken anmarschiert… einfach unglaublich! Das Highlight war allerdings der Leopard, der gemütlich die Straße überquerte. Ein Glück haben wir ihn nicht versehentlich überfahren! 😉

Hier eine Auswahl an Bildern nach 2 Game Drives & einer privaten Tour!

 

Auch in Südafrika aber bei anderer Gelegenheit….

Hallo Welt!

So, heute ist es soweit. Heute drücke ich tatsächlich den „veröffentlichen“ Button und mein Blog erblickt das Licht der Welt. Ich tüftele bestimmt schon ein Jahr an meinem kleinen Projekt herum… die vielen Unterbrechungen kann ich gar nicht mehr zählen. Es hat mich doch ganz schön Zeit und vor allem Nerven gekostet so ganz ohne Ahnung einen Blog aufzusetzen. Und er ist ganz bestimmt noch nicht perfekt, aber egal…irgendwann muss man ja mal anfangen! Ab jetzt gibt’s meine Reisenews, Geschichten und Bilder hier. Here we go….